ElternKompass: Babys verstehen
Warum Babys so viel Nähe und Tragen brauchen:
1. Regulation ist am Anfang fremd-gesteuert
Neugeborene können ihre Gefühle, ihre Atmung, ihren Herzschlag und ihre Reaktionen noch nicht selbst regulieren. Stattdessen brauchen sie dazu den Körper einer vertrauten Person. Unser Gehirn und Nervensystem sind bei der Geburt noch nicht voll entwickelt – und das ist völlig normal.
Wenn ein Baby getragen wird, spürt es: den Herzschlag der Eltern, der stabilisiert und beruhigt die Atmung der Eltern, die einen Rhythmus gibt die Bewegung des Körpers, die hilft, Stress abzubauen All das wirkt stärker beruhigend als allein im Bett liegen.
Deshalb beruhigen sich Babys oft so schnell, wenn sie hochgenommen und getragen werden – das ist kein Zufall, sondern biologisch sinnvoll.
2. Nähe fördert Bindung und Sicherheit
Körperkontakt ist mehr als nur Kuscheln. Er unterstützt: die Ausschüttung von Bindungshormonen (z. B. Oxytocin), die emotionale Sicherheit des Babys, seine Fähigkeit, später selbst ruhiger zu werden. Studien zeigen, dass Babys, die getragen werden, → häufiger weniger weinen → leichter in den Schlaf finden → ihre Umgebung sicherer erleben → und eine stabilere Bindung entwickeln.
Auch körperlich hat das Vorteile Das natürliche Anhock-Spreiz-Halten beim Tragen entspricht der Haltung im Mutterleib und unterstützt eine gesunde Hüft- und Wirbelsäulenentwicklung – (wenn die Trage korrekt genutzt wird).
Was bedeutet das für dich als Elternteil?
Wenn dein Baby Nähe sucht – und du ihm durch Tragen, Halten und Körperkontakt diese Nähe gibst – dann ist das: kein „Verwöhnen“, kein „Fehler“, sondern biologische Unterstützung!!!
Es ist normal, dass Babys: Nähe brauchen, gern getragen werden schneller weinen, wenn sie abgelegt werden und in deinen Armen Ruhe finden. Das ist keine Schwäche des Babys und auch keine Unfähigkeit der Eltern – es ist menschliche Entwicklung im allerersten Lebensabschnitt, in dem der Körper des Babys schlichtweg noch nicht selbstständig regulieren kann.
Klar. . . . Anders begleiten.